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Valentino Rossi - Das Phänomen |
Jung, schnell und erfolgreich: Valentino Rossi ist der populärste Fahrer im GP-Zirkus nach der Ära von Mick Doohan. Mit seinen 27 Jahren hat Rossi alles erreicht, was man im Motorradsport erreichen kann. In seiner Sammlung stehen nicht weniger als sieben WM-Pokale, fünf davon gewann er in der Königsklasse. Gemeinsam mit dem Briten Phil Read hat Valentino die Weltmeisterschaft in allen drei Hubraumklassen gewonnen. Als erster Fahrer verewigte sich der Italiener 2002 als MotoGP-Weltmeister. Bereits in seinem ersten WM-Jahr (2000) in der 500er-Klasse bewies der Italiener, dass er das Zeug zum absoluten Superstar hat. Auf Anhieb wurde er gleich Vize-Weltmeister hinter Kenny Roberts jr. Seinen ersten Sieg in der Königsklasse schaffte Rossifumi nach nur neun Rennen in Donington. Gemeinsam mit dem Australier Garry McCoy eroberte Rossi wegen seines beherzten Stils die Herzen der GP-Fans. Als Sohn des dreifachen GP-Siegers Graziano Rossi ist Valentino mit dem Motorrad-Rennsport groß geworden. Schon als kleiner Junge war er in Besitz eines Mini-Motorbike. Rossi hat in der 125er- und 250er-Klasse jeweils den WM-Titel in der zweiten Saison gewonnen. Die Nummer eins trug er dennoch nie. Zum einem wegen der direkten Aufstiege in die nächsthöhere Klasse und zum anderen, weil er die Nummer 46 ohnehin nicht preisgeben will. Mit der gleichen Nummer hat schon sein Vater Rennen bestritten. Rossi ist mit einem beispiellosen Talent gesegnet. Seine Erfolge scheint er mit spielerischer Leichtigkeit zu erobern. Zudem fährt er sehr angriffslustig und scheut keine Risiken. Rossi ist ein Jahrhunderttalent. Nur ein Beispiel von vielen: Im Jahr 2000 am Sachsenring fuhr der Italiener vom 16. Platz an die Spitze, obwohl Überholen auf der kurvenreichen Piste für andere Fahrer fast unmöglich ist. Und nicht nur dort begeisterte er die Fans. Mittlerweile ist "Il Dottore" Kult in sämtlichen Länder dieser Welt. |

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Steckbrief von Valentino Rossi |
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| Name: | Valentino Rossi |
| Team: | Honda - Nastro Azzurro Honda |
| Geburtsdatum: | 16.02.1979 |
| Nationalität: | Italiener |
| Geburtsort: | Urbino |
| Wohnort: | Tavullia (Italien) / London (GB) |
| Familienstand: | Ledig |
| Grand-Prix-Rennen seit: | 1996: GP 125 ccm von Malaysia |
| Erstes Podium: | 1996: GP 125 ccm in Brno (Tch) |
| Erster Sieg: | 1996: GP 125 ccm in Brno (Tch) |
| Grand-Prix-Siege: | 84 |
| Podiumsplätze: | 127 |
| Pole Position: | 45 |
| Schnellste Rennrunden: | 69 |
| Anzahl GP-Starts: | 174 |
| Seine größten Erfolge: | 1997: Weltmeister 125
ccm 1998: Vize-Weltmeister 250 ccm 1999: Weltmeister 250 ccm 2000: Vize-Weltmeister 500 ccm 2001: Weltmeister 500 ccm 2002: Weltmeister MotoGP 2003: Weltmeister MotoGP 2004: Weltmeister MotoGP 2005: Weltmeister MotoGP 2006: Vize-Weltmeister MotoGP |
| Erste schnellste Rennrunde: | 1996: GP 125 ccm von Frankreich |
| Erste Pole Position: | 1996: GP 125 ccm von Tschechien |
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Die Story eines begnadeten Motorradstars |
Es kaum genug Superlativen, um das unendliche Genie dieses jungen Motorradkünstlers zu umschreiben. Vielen Beobachtern ist die geniale Fahrweise des Italieners ein Rätsel. Auch die Konkurrenz, ob Biaggi, Roberts, Capirossi oder sonst welcher gestandene Star aus der Königsklasse, weiß gegen diesen Fahrer kein Gegenmittel. Scheinbar mühelos bewegt "The Doctor", wie Rossi ehrenvoll in Italien genannt wird, Rennen für Rennen seine 200 PS starke und über 300 km/h schnelle Honda um die Pisten dieser Welt. Ebenso beeindruckend ist die Art und Weise, wie der Italiener mit seinem Ruhm umgeht. Trotz seines Erfolgs ist Rossi der wundersame Strahlemann geblieben, der er immer schon war. Für kein Interview, auch wenn es das so und so vielte in Folge ist, ist er sich zu schade. Einer Bitte nach einem Schnappschuss mit einem Fan schlägt er ohnehin nicht aus. Rossi verkörpert wie kein Zweiter den Star zum anfassen. Die Herzen der Fans hat er im Sturm erobert. An Rossis Herrschaft im GP-Zirkus zweifelt keiner mehr, auch wenn er noch nicht Weltmeister der Königsklasse war. Dieser Erfolg scheint ohnehin nur eine Frage der Zeit zu sein. Seine spektakuläre Art, Rennen zu bestreiten, hat ihn Respekt verschafft. Rossi scheint auf der Piste immer dann noch etwas zulegen zu können, wenn die Konkurrenz mit ihrem Latein am Ende ist. Kein Risiko ist ihm zu hoch, durch nichts und niemanden lässt er sich bändigen. Für den Motorradsport ist Rossi ein Geschenk. Rossis Name steht für Unterhaltung pur, egal in welcher Lebenslage. |

Auf Anhieb Vize-Weltmeister in der Königsklasse |
Valentino Rossi sorgte gleich in seinem ersten WM-Jahr 2000 in der Halbliterklasse mächtig für Furore. Trotz zweier Ausfälle und viel Pech beim Heim-GP in Mugello, als er an erster Stelle liegend stürzte, wurde der 21-jährige Italiener im Jahr 2000 Vize-Weltmeister in der Königsklasse. Seit seinem beeindruckenden Sieg in Donington bezweifelt niemand mehr, dass Rossi eines Tages auch den Thron in der 500er-Klasse erklimmen wird. Fast wäre dem Italiener dieses Kunststück gleich in seinem Einsteigerjahr gelungen. Ab dem Sturz in Valencia, dem viertletzten GP des Jahres, als er vor WM-Spitzenreiter Kenny Roberts (USA) an zweiter Stelle lag, sanken seine Chancen aber leider auf dem Nullpunkt. Valentino bewies in seinem ersten 500er-Jahr, dass er ein Wunderknabe auf dem Motorrad ist. Solchen Erscheinungen, die es in jedem Jahrzehnt nur einmal zu geben scheint, zollt jeder Respekt. Auch der frischgebackene Weltmeister Kenny Roberts. Sein Talent verspricht ihm goldene Zeiten. Schon jetzt hat dank Rossi der Motorradsport gewaltig an Attraktivität gewonnen. Und Rossi ist erst am Anfang seiner Karriere... |

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Tavullias Sohn und Sieger |
Valentino Rossi,
Macho und Motorrad-Genie, führt das waghalsige Leben, von dem Italiens
Provinz immer träumte – inzwischen kennt er den Preis dafür. Lungotevere, ein
kleiner Mond, die Luft ist lau und die Straße bietet sich an. Links fließt
träge der Tiber, dahinter glitzert die Engelsburg, rechterhand laufen die
Nachtschwärmer zur Piazza Navona. Was soll denn das Ding noch im
Vergaser, hat der Mechaniker gesagt, und es einfach rausgenommen. Keine
Widerrede abgewartet, man will ja auch nicht das einzige unfrisierte Mofa
in ganz Rom haben. Wrrumm, was schafft es denn jetzt, das Free, 40, 50,
60, 70, siebzig! Nicht zu fassen! Die Engelsburg fliegt vorbei, der
Friedensaltar des Augustus, der Justizpalast, wrrumm! Piazza del Popolo
und ab in den Tunnel, einmal richtig durchkrachen. Inzwischen ist
Rossi die Kultfigur seiner Generation. Für das Rennen in Mugello hat es
wegen des Andrangs erstmals nicht geklappt, Busse wenigstens für die Fans
aus den Marken zu organisieren – jeder muss für sich allein anreisen
und sich irgendwie eine Eintrittskarte verschaffen, zum Preis zwischen 70
und 150 Euro. Max Biaggi, der Zweitplatzierte und ärgste Konkurrent
Rossis, hat den Mitgliedern seines Fanklubs einen Rabatt von 30 Prozent
versprochen. Biaggi ist ja auch nicht davor zurückgeschreckt, in Auditore
einen Klub einzuweihen, eine Vereinigung eingefleischter Rossi-Hasser nur
20 Kilometer von Tavullia. Und Rossi hat dazu gesagt: „Ich bin
Weltmeister, weil ich nicht aus Auditore komme.“ Biaggi und er können
sich nicht leiden, dazu kommen wir später. |
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